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20. Juli 2006

 

 

 

 

 

 

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WasserInBürgerhand!

BBU-Wasserrundbrief, 3.7.2006

GLOS:
Deutschland muss weltweite Trinkwasserkrise bekämpfen!


 
„Das diesjährige Weltwasserforum in Mexiko hat deutlich werden lassen, dass die Lösung der dringendsten Probleme zur Wasserversorgung und Abwasserentsorgung keinen Aufschub mehr duldet“,

erklärte Bundeswirtschaftsminister MICHAEL GLOS (CSU) anlässlich der Haupttagung 2006 des Bundesverbandes der Deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) und der Deutschen Vereinigung des Gas und Wasserfaches e.V. (DVGW). In seiner Eröffnungsrede am 13.6.2006 in Dresden unterstrich der Minister die „Verantwortung Deutschlands für die Lösung der globalen Wasserkrise und unsere Rolle auf dem internationalen Wassermarkt“. Angesichts des Problemlösungsdrucks würden von der deutschen Wasserwirt-schaft „konkrete Antworten“ eingefordert.

Dazu müsse sich die deutsche Wasserwirtschaft nach Ansicht von GLOS „verstärkt an internationalen Entwicklungsprojekten beteiligen: mit ihrem wissenschaftlich-technischen Know-how und ihren Erfahrungen im Management örtlicher, dezentraler Ver- und Entsorgungsstrukturen. Wenn wir anderen das unternehmerische Terrain überlassen, werden sie auch auf das Know-how in ihren eigenen Ländern zurückgreifen“. Die daraus resultierende Befürchtung des Bundeswirtschaftsministers: „Ich sehe hier die Gefahr, dass deutsches Know-how immer weniger gefragt ist, weil es international nicht präsent ist.“

Wie man dem abhelfen könnte, wusste der Minister auch: Die kleinteilige Struktur der deutschen Wasserwirtschaft müsse endlich überwunden werden, da dieses Biedermeier „den heutigen Anforderungen nach Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr gerecht“ werde. Diesbezüglich würde sich die vom Bundeswirtschaftsministerium angestoßene „Strategiediskussion“ „in erster Linie an die [Bundes-]Länder“ richten, „endlich die Lockerung des Örtlichkeitsprinzips anzugehen, das die kommunalen Unternehmen an ihren Standort fesselt. Eine Abkehr vom starren Örtlichkeitsprinzip würde auch ein größeres internationales Engagement der Unternehmen ermöglichen.“ Kleinteilige Strukturen fand der Bundeswirtschaftsminister auch in der deutschen Verbändestruktur kritikwürdig. Die deutsche Wasserwirtschaft solle sich nicht länger einer "Modernisierung" der Verbändelandschaft verschließen. Ihm liege als Bundeswirtschaftsminister „besonders am Herzen, dass wir in Brüssel mit einer Stimme auftreten“.

 

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