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24. August 2025

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WasserInBürgerhand!

BBU-Wasserrundbrief Nr. 1238, 10. August 2025

 

„Die Erde hat ein Süßwasserproblem“ …

 

… hat Focus online am 1. Aug. 2025 einen Bericht über die zunehmend schwindenden Süßwasserreserven auf dem Globus übertitelt. Die austrocknenden Regionen würden weltweit stärker zunehmen und die die feuchten Regionen zunehmend schwinden. Die Meldung bezieht sich auf Messungen aus den Jahren 2002 bis 2024, „die vom Doppel-Satellitensystem „Grace“ (Gravity Recovery and Climate Experiment) und seinem Nachfolger „Grace Follow-On“ (Grace FO) stammen. Das Satellitensystem misst die lokalen Unterschiede im Schwerefeld der Erde, woraus sich die Menge an Wasser an der Oberfläche und im Untergrund errechnen lässt. (Mehr zur diffizilen Auswertung von Grace-Daten und deren heiklen Interpretation im RUNDBR. 1193/2.) Der Süßwasserschwund habe bedrohliche Auswirkungen für die Menschheit:

Fast sechs Milliarden Menschen – etwa 75 Prozent der Weltbevölkerung im Jahr 2020 – leben in den 101 Ländern, die in den letzten 22 Jahren Süßwasser verloren haben“,

zitiert Focus die Forschergruppe die die Grace-Daten ausgewertet hat. Besonders betroffen von den schwindenden Süßwasserressourcen seien die Regionen um das Kaspische Meer und den Aralsee in West- und Zentralasien (siehe Kasten). Ein weiteres Gebiet umfasse den Südwesten der USA, Mexiko und Teile Mittelamerikas. Weitere Schwerpunktregionen mit stark abnehmenden Süßwasservorräten würden in Alaska und Kanada sowie in Sibirien liegen:

Hier sind es vor allem schmelzende Gletscher und Eiskappen, durch die Süßwasser ins Meer abfließt. Dies macht etwa drei Viertel jener Wassermenge aus, die auf Landflächen verloren gehen.“

Zum Ursachenranking für den zunehmenden Anstieg des Meereswasserspiegels schreibt Focus:

Von den rund zwei Millimetern, die der globale Meeresspiegel jährlich steigt, trägt Süßwasser vom Land etwa 44 Prozent bei, der schmelzende Eisschild Grönlands 37 Prozent und schmelzendes Eis der Antarktis 19 Prozent.

Wer mehr darüber nachlesen will, wie die Menschheit sehenden Auges in eine Süßwasserkrise hineinschlittert, findet den ganzen Focus-Bericht (nebst den Kommentaren von ignoranten Klimawandelleugnern) unter:

https://kurzlinks.de/3oin 


Wasserkrise im Iran führt zu Aufständen

Im Iran beschäftigt die Menschen im schier uner-träglichen Hitzesommer 2025 - mit Temperaturen von 50 Grad und mehr - nicht so sehr der Konflikt mit Israel, sondern die sich immer weiter verschärfende Wasserkrise. Selbst in der Hauptstadt Teheran kommt immer öfters 48 Stunden in Folge kein Wasser mehr aus dem Hahn. Und in Isfahan, einem Schwerpunkt für eskalierende Wasserver-teilungskonflikte im Iran, gab es nach den großen „Wasser-Revolten“ im Jahr 2021 im April 2025 erneut Zusammenstöße zwischen protestierenden Bauern und der Bereitschaftspolizei – siehe u.a.:

https://de.ncr-iran.org/news/iran-zusammenstose-in-isfahan-landwirte-protestieren-gegen-wasserkrise-und-pipeline-sabotage/

Aktuelle Berichte aus dem Juli 2025 über den mehr und mehr hoffnungslos erscheinenden Wassermangel im Iran bietet beispielsweise die FAZ (ohne Zahlsperre) unter:

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/
ungluecke/hitzewelle-in-iran-ueber-50-grad-im-suedwesten-110617377.html

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/
akute-wasserkrise-teheran-schliesst-oeffentliche-toiletten-110619823.html

Einen sehr lesenswerten Übersichtsbericht über die eskalierende Wasserkrise im Iran und deren Ursachen und Folgen bietet Wikipedia unter:

https://de.wikipedia.org/wiki/ Wasserkrise_im_Iran

[Es lässt einem fassungslos zurück, dass das brutal agierende Mullah-Regime im Iran über Jahrzehnte hinweg gigantische Finanzmittel in sein Atomprogramm investiert – und dem-
gegenüber kein Geld für ein vernünftiges Wasser management vorhanden ist. -ng-]

Entweder fließt Wasser den Indus hinunter
– oder ihr Blut!“

 

Im Gefolge der Erschießung von indischen Hindu-Touristen in Kaschmir durch eine islamistische Terrorgruppe droht Indien dem verfeindeten Nachbarstaat Pakistan mit Austrocknung.

"Wir werden sicherstellen, dass nicht ein einziger Tropfen Wasser des Indus Pakistan erreicht",

verkündete Indiens Wasser-Minister C.R. Paatil am 25.04.25 großmäulig. Und Pakistan keilte zurück:

„Entweder fließt Wasser den Indus hinunter – oder ihr Blut!“

Zuvor hatte Indien bereits die Kündigung des sogenannten Indus-Abkommens erklärt.

Dabei geht es um die Nutzung des Indus und seiner Nebenflüsse, auf die beide Länder - besonders aber Pakistan - angewiesen sind. Der Indus entspringt in Tibet, fließt durch das indische Kaschmir-Gebiet und dann lange durch Pakistan bis zur Mündung ins Arabische Meer. Das Abkommen war 1960 geschlossen worden und hatte zwei Kriege zwischen den Nachbarstaaten überstanden“,

berichtete der BR am 25.04.25. Pakistan stufte die Aussetzung des Wasservertrags als „Kriegshandlung" ein und drohte mit entsprechenden Gegenmaßnahmen. Ähnlich wie bei früheren Kriegen zwischen Indien und Pakistan ist es im Hinblick auf die Aufkündigung des Indusvertrages aber bisher bei der gegenseitigen Großmäuligkeit geblieben.

Warum der Indusvertrag bisher alle kriegerisch ausgetragenen Konflikte überstanden hat, kann auf unserer Homepage unter
https://www.akwasser.de/node/140
nachgelesen werden.


Der BBU-WASSER-RUNDBRIEF berichtet regelmäßig über die Angriffe auf die kommunale Daseinsvorsorge. Interessierte können kostenlose Ansichtsexemplare anfordern.
Clip-Fisch 2

 
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